Bilanzbuchhalter
Abschlusssichere Buchhalter sind im Rheinland knapp. Wir erreichen die, die nicht suchen.
Position
Treasury im Mittelstand heißt: Liquidität sichern, Banken führen, Risiken früh sehen.
HIREOS besetzt Treasury-Positionen für mittelständische Unternehmen und Familienunternehmen in Köln, Bonn und Düsseldorf: Treasury Manager, Referenten Treasury, Cash Manager und Verantwortliche für Liquiditätssteuerung und Bankenkommunikation. Für diese Rolle weisen wir bewusst keine Gehaltsspanne aus. Wir veröffentlichen nur Spannen, die wir aus eigenen Mandaten im Raum Köln belegen können, und für Treasury im Mittelstand ist diese Datengrundlage zu dünn. Statt einer Zahl beschreiben wir die Stufen der Rolle und ordnen sie qualitativ ein.
In vielen mittelständischen Unternehmen gibt es kein Treasury als Funktion, sondern nur Treasury als Aufgabenbündel. Solange ein Unternehmen mit einer Hausbank arbeitet, in einer Währung fakturiert und seine Liquidität aus dem Kontostand ablesen kann, braucht es dafür keine eigene Stelle.
Der Kipppunkt kommt, wenn mehrere Dinge zusammentreffen: mehrere Bankverbindungen mit unterschiedlichen Konditionen, Konten in mehreren Gesellschaften, Fremdwährungsgeschäft, ein Konsortialkredit mit Berichtspflichten und Kennzahlenauflagen, Leasing- und Factoring-Linien, dazu Investitionen, die über Jahre finanziert werden müssen. Dann reicht der Blick auf den Kontostand nicht mehr.
Ein zweiter Auslöser ist ein Gesellschafterwechsel oder der Einstieg eines Investors. Danach steigen die Anforderungen an Berichterstattung, Planungssicherheit und Finanzierungsstruktur oft sprunghaft. Genau in dieser Phase entsteht in vielen Häusern die erste eigene Treasury-Stelle.
Die Finanzbuchhaltung bildet ab, was geschehen ist. Sie bucht Belege, stellt den Abschluss auf und liefert das Zahlenwerk, auf das sich alle anderen stützen. Ihr Blick geht in die Vergangenheit, und das ist ihre Stärke.
Das Controlling erklärt, warum es so gekommen ist, und plant, wie es weitergeht. Es arbeitet mit Ergebnisgrößen: Deckungsbeiträgen, Kosten, Margen, Abweichungen zum Plan. Treasury dagegen arbeitet mit Zahlungsströmen. Ein Unternehmen kann nach Plan verdienen und trotzdem in eine Liquiditätslücke laufen, wenn Zahlungsziele, Vorräte und Investitionsauszahlungen ungünstig zusammenfallen. Genau diese Lücke sichtbar zu machen, bevor sie entsteht, ist Treasury.
In der Praxis überschneiden sich die drei Bereiche im Mittelstand stark. Deshalb klären wir im Briefing, welche Aufgaben tatsächlich beim Treasury liegen sollen und welche bei Buchhaltung und Controlling bleiben. Ohne diese Abgrenzung entsteht eine Stelle, die niemand sauber ausfüllen kann.
Der harte Kern der Aufgabe ist die rollierende Liquiditätsplanung: kurzfristig auf Tages- und Wochenbasis, mittelfristig über die Monate, langfristig im Rahmen der Unternehmensplanung. Dazu gehört, die Planung mit der Realität abzugleichen, Abweichungen zu erklären und daraus die Prognose zu verbessern. Wer das kann, wird für die Geschäftsführung schnell unverzichtbar.
Der zweite Kern ist die Bankenkommunikation. Dazu gehören der Aufbau und die Pflege der Bankbeziehungen, die Vorbereitung von Kreditgesprächen, die Aufbereitung der geforderten Unterlagen und Kennzahlen, die Verhandlung von Linien und Konditionen sowie die laufende Berichterstattung an die Finanzierungspartner. Diese Arbeit ist zu einem großen Teil Beziehungsarbeit. Fachliche Sicherheit ohne die Fähigkeit, ein Bankgespräch souverän zu führen, reicht nicht.
Dazu kommt die Absicherung von Zins- und Währungsrisiken, das Management von Zahlungsverkehr und Kontenstruktur sowie in Gruppen mit mehreren Gesellschaften der konzerninterne Ausgleich von Liquidität. Im Mittelstand kommt fast immer das Thema Working Capital hinzu: Forderungen, Vorräte und Verbindlichkeiten so zu steuern, dass Liquidität im Unternehmen bleibt.
In vielen Häusern im Rheinland gibt es keinen Treasury Manager, sondern einen Leiter Finanzen, der Treasury mitmacht. Das funktioniert lange gut, hat aber eine Schwachstelle: Treasury ist die Aufgabe, die im Tagesgeschäft als Erstes liegen bleibt, weil sie selten ein Fälligkeitsdatum hat, das von außen gesetzt wird. Der Abschluss muss fertig werden, die Liquiditätsplanung kann warten. Bis sie es nicht mehr kann.
Wenn Sie überlegen, eine eigene Stelle zu schaffen, ist die ehrlichste Prüffrage: Welche Entscheidungen treffen wir heute schlechter oder später, weil niemand die Zeit hat, sich diese Zahlen anzusehen? Verzögerte Finanzierungsgespräche, ungenutzte Skonti, unnötig hohe Kontokorrentinanspruchnahme und Investitionen, die aus Unsicherheit verschoben werden, sind typische Antworten.
Als Zwischenschritt sehen wir häufig eine Referentenstelle, die dem Leiter Finanzen zuarbeitet und Treasury als Schwerpunkt hat. Das ist oft der realistischere Einstieg als eine vollwertige Treasury-Leitung, für die im Mittelstand der Aufgabenumfang manchmal noch gar nicht reicht.
Im Konzern-Treasury ist die Arbeit spezialisiert. Es gibt Menschen für Cash Management, für Finanzierung, für Risikomanagement, für Treasury-Systeme. Es gibt ein Treasury Management System, feste Richtlinien und eine klare Aufgabenteilung. Im Mittelstand macht das eine Person, häufig ohne dediziertes System und mit deutlich mehr Handarbeit.
Das ist der entscheidende Punkt bei der Auswahl. Wer aus einem Konzern kommt und dort einen Ausschnitt sehr gut beherrscht hat, muss im Mittelstand plötzlich die Breite abdecken und zugleich Strukturen selbst aufbauen. Manche blühen dabei auf, weil sie zum ersten Mal gestalten dürfen. Andere vermissen den Apparat. Diesen Unterschied bekommt man nicht aus dem Lebenslauf, sondern aus dem Gespräch über konkrete Situationen: Wie haben Sie eine Planung aufgebaut, als es noch keine gab? Wie haben Sie ein Bankgespräch vorbereitet, in dem Sie allein am Tisch saßen?
Selbst besetzen ist möglich, und für diese Rolle finden Sie über eine Anzeige durchaus Bewerbungen. Ob sie passen, entscheidet sich an anderer Stelle: an der Branche und ihrer Kapitalbindung, an der Finanzierungsstruktur, an der Zahl der Gesellschaften und an der Frage, ob jemand allein arbeitet oder ein Team hat. Genau diese Punkte klären wir im Briefing, bevor wir jemanden ansprechen.
Für die meisten Rollen im Rechnungswesen weisen wir auf unseren Positionsseiten konkrete Gehaltsspannen aus. Sie stammen aus eigenen Mandaten im Raum Köln und werden regelmäßig überprüft. Für Treasury Manager im Mittelstand tun wir das nicht, und das ist eine bewusste Entscheidung.
Der Grund ist die Datengrundlage. Treasury ist im Mittelstand keine standardisierte Rolle. Sie reicht von der Referentenstelle mit Schwerpunkt Liquiditätsplanung bis zur Verantwortung für Finanzierung und Risikosteuerung einer Unternehmensgruppe. Wir könnten daraus eine Zahl bilden. Sie wäre nur nicht belastbar, und eine unbelastbare Zahl in einer Gehaltsverhandlung schadet beiden Seiten: Sie verankert ein Niveau, das mit Ihrer konkreten Stelle nichts zu tun hat.
Wir halten das für ein Qualitätsmerkmal und nicht für eine Lücke. Wenn Sie eine Treasury-Position im Raum Köln, Bonn oder Düsseldorf besetzen wollen, ordnen wir Ihre Stelle im Briefing anhand des Zuschnitts ein und sagen Ihnen, was wir in vergleichbaren Situationen tatsächlich beobachten. Diese Einschätzung erhalten Sie mündlich und begründet, nicht als pauschale Zahl auf einer Webseite.
Brutto-Jahresgehälter aus HIREOS-Mandaten im Rheinland, Stand August 2026. Die tatsächliche Einordnung hängt von Unternehmensgröße, Branche und Verantwortungsumfang ab.
| Stufe | Brutto pro Jahr | Einordnung |
|---|---|---|
| Referent Treasury | auf Anfrage | Zuarbeit zum Leiter Finanzen, Schwerpunkt Liquiditätsplanung und Zahlungsverkehr, Bankkontakt überwiegend operativ |
| Treasury Manager | auf Anfrage | eigenverantwortliche Liquiditätssteuerung und Bankenkommunikation für ein Unternehmen mit mehreren Bankverbindungen |
| Treasury Manager mit Finanzierungsverantwortung | auf Anfrage | zusätzlich Verhandlung von Linien und Konsortialfinanzierungen, Risikosteuerung und Berichterstattung an Kreditgeber |
| Leitung Treasury in einer Unternehmensgruppe | auf Anfrage | mehrere Gesellschaften, Fremdwährung, konzerninterner Liquiditätsausgleich, in der Regel mit Team |
Grundlage: eigene Mandats- und Marktdaten aus dem Raum Köln, Bonn und Düsseldorf. Keine Zusicherung für den Einzelfall.
Diese Position wird je nach Unternehmen unterschiedlich benannt. Wir suchen entlang der Aufgabe, nicht entlang des Titels.
FAQ
Weil wir nur Spannen veröffentlichen, die wir aus eigenen Mandaten im Raum Köln belegen können. Treasury ist im Mittelstand keine standardisierte Rolle, der Zuschnitt reicht von der Referentenstelle bis zur Verantwortung für die Finanzierung einer Unternehmensgruppe. Eine Durchschnittszahl wäre nicht belastbar. Im Briefing ordnen wir Ihre konkrete Stelle ein und begründen die Einschätzung.
Nicht die Mitarbeiterzahl entscheidet, sondern die Komplexität der Zahlungsströme. Sobald mehrere Bankverbindungen, mehrere Gesellschaften, Fremdwährungsgeschäft, Konsortialkredite mit Berichtspflichten und Kennzahlenauflagen oder größere Investitionsvorhaben zusammenkommen, wird Treasury zur eigenen Aufgabe. Ein Gesellschafterwechsel oder der Einstieg eines Investors ist ein zweiter typischer Auslöser, weil danach die Anforderungen an Planung und Berichterstattung sprunghaft steigen.
Controlling arbeitet mit Ergebnisgrößen wie Deckungsbeiträgen, Kosten und Abweichungen zum Plan. Treasury arbeitet mit Zahlungsströmen. Ein Unternehmen kann planmäßig verdienen und trotzdem in eine Liquiditätslücke laufen, wenn Zahlungsziele, Vorräte und Investitionsauszahlungen ungünstig zusammenfallen. Treasury macht diese Lücke sichtbar, bevor sie entsteht, und sichert die Finanzierung ab.
Das kommt auf den Menschen an. Im Konzern ist Treasury spezialisiert und systemgestützt, im Mittelstand macht eine Person die gesamte Breite und baut Strukturen selbst auf. Manche gewinnen dadurch, weil sie erstmals gestalten dürfen. Andere vermissen den Apparat. Wir klären das im Gespräch über konkrete Situationen, nicht über den Lebenslauf.
In vielen mittelständischen Unternehmen tut er das, und lange funktioniert es. Die Schwachstelle ist, dass Treasury im Tagesgeschäft als Erstes liegen bleibt, weil es selten eine von außen gesetzte Frist hat. Prüfen Sie, welche Entscheidungen Sie heute später oder schlechter treffen, weil niemand Zeit für diese Zahlen hat. Als Zwischenschritt eignet sich oft eine Referentenstelle mit Treasury-Schwerpunkt.
Abschlusssichere Buchhalter sind im Rheinland knapp. Wir erreichen die, die nicht suchen.
Controlling im Mittelstand heißt erklären, nicht nur berichten. Danach wählen wir aus.
Auf Führungsebene entscheidet die kulturelle Passung. Fachlich passen mehrere.
Steuerfachkräfte im Rheinland haben die Wahl. Der Unterschied liegt im Angebot, nicht in der Anzeige.
Laufende Buchhaltung braucht Verlässlichkeit im Alltag, nicht den größten Titel.
Die erste Führungsebene im Rechnungswesen entscheidet über Ruhe im Abschluss.
Der Steuerfachwirt ist die Zwischenstufe, die viele Unternehmen übersehen.
Der Steuerreferent ist im Mittelstand meist die erste eigene Steuerstelle im Haus.
Entgeltabrechnung verzeiht keine Fehler. Deshalb prüfen wir vor der Vorstellung sehr genau.
30 Minuten, unverbindlich und vertraulich. Sie schildern Ihre Situation, wir sagen Ihnen ehrlich, ob und wie wir helfen können.
Zuletzt aktualisiert: 1. September 2026. Inhaltlich verantwortlich: Muhammed Ali Erkan, Recruiting-Experte für Finanz- und Rechnungswesen, HIREOS GmbH.